Cheerleading ist Leidenschaft, harte Arbeit, Teamgeist und ein riesiger Teil der Gameday-Kultur. Die Black Wings Cheerleader zeigen, wie viel Energie, Vorbereitung und Herzblut hinter jeder Performance steckt.

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Wie bist du damals zum Cheerleading gekommen?

Ich habe schon immer getanzt und auch als Tanzlehrerin bzw. Choreografin gearbeitet. Irgendwann wurde es mir zu wenig und ich habe eine neue Herausforderung gesucht. So habe ich dann Cheerleading gefunden – und ab Tag 1 geliebt.

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Was fasziniert dich an Cheerleading bis heute am meisten?

Die Energie ist ganz anders als bei anderen Sportarten. Beim Stunten, also dem Pyramidenbauen, muss sich das ganze Team vertrauen. Das ist ein Teamgefühl, wie ich es noch nirgendwo sonst gesehen habe. Beim Dance ist es die Leidenschaft, die transportiert wird – jeder Step reißt einen mit.

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Wie kam es dazu, dass du Headcoach der Black Wings Cheerleader bei den Munich Ravens geworden bist?

Ich bin tatsächlich mehr zu den Munich Ravens gestolpert. In meiner ersten Season bei den Ravens habe ich den Flames Allstars geholfen und ihnen ein bisschen die Welt des Sideline Cheerleadings gezeigt. Nach der Season wurde der Wunsch immer größer, ein eigenes Team an der Sideline zu haben. Damit waren die Black Wings geboren.

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Was macht euer Team aus deiner Sicht besonders?

Ich habe noch nie so ein Team gesehen wie unseres. Es sagt zwar jeder, aber wir sind wirklich eine Familie. Ob es Lachen beim Training ist oder private Tanzstunden im Garten – jeder Cheer von uns teilt die gleiche Leidenschaft.

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Wie sieht die Vorbereitung auf einen Gameday bei euch aus?

Natürlich ist jeder Gameday etwas anderes und ganz besonders. Unsere Vorbereitung startet schon am Freitag davor. Da gehen wir alle Dances durch und stellen alle Formationen. Diese Trainings haben mittlerweile ein spezielles Ritual bekommen: Es muss erst alles schief laufen, damit der Gameday umso besser läuft.

Am Gameday selbst treffen wir uns ca. fünf Stunden vorher im Stadion, gehen auf das Feld und tanzen alles durch. Danach kommt unser Get-ready mit Uniform und Schminke. Dann wird Stimmung gemacht in der Kabine: Wir machen laut Musik an, singen und tanzen alle mit. Mit genau dieser Stimmung geht es dann zum Gate.

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Was bekommen die Fans von eurer Arbeit oft gar nicht mit?

Jeder ist überrascht, wenn er hört, wie oft und wie hart wir trainieren. Bei uns wird dreimal die Woche jeweils 2,5 Stunden trainiert. Jedes Training besteht aus Warm-up, Stretching, Choreos und zu guter Letzt immer Ausdauertraining oder einem Kraftzirkel.

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Wie wichtig sind Disziplin, Teamgeist und Vertrauen im Cheerleading?

Man sieht an der Sideline immer, wenn das Team nicht zusammenhält und sich nicht vertraut. Die Cheers müssen uns Coaches vertrauen, dass wir sie gescheit auf die Season vorbereiten. Wir müssen unseren Cheers vertrauen, dass sie die gleichen Ziele wie wir haben und dementsprechend trainieren.

Ohne Disziplin geht sowieso gar nichts. Ein Gameday geht für uns acht bis neun Stunden ohne lange Pausen – da muss man fit sein.

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Was bedeutet es für euch, Teil der Munich Ravens Family zu sein?

Es ist ein besonderes Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein. Vor allem am Gameday merken wir, dass wir alle das gleiche Ziel haben und die gleiche Liebe zum Sport teilen.

Es sind die kleinen Dinge: Gespräche mit den Spielern, Abstimmungen mit dem Office oder das gemeinsame Abklatschen nach einem Sieg. Genau in diesen Momenten fühlen wir uns wie eine ganz große Familie.

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Worauf freut ihr euch beim ersten Heimspiel der neuen Saison besonders?

Die Vorfreude auf die Season ist seit Beginn des Jahres immer mehr gestiegen. Vor allem das erste Heimspiel ist immer eine besondere Stimmung – dieses Jahr sogar noch in einem anderen Stadion.

Wir freuen uns aber immer am meisten auf die Fans. Standing Ovations, wenn unsere Defense am Zug ist, haben bei jedem für Gänsehaut gesorgt. Genau dieses Gefühl wollen wir dieses Jahr wieder erleben.

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Welche Rolle spielen Cheerleader deiner Meinung nach für die Atmosphäre im Stadion?

Ich denke, die Meinung, dass Cheerleading nur das hübsche Accessoire an der Sideline ist, ist längst veraltet. Wir sind da, um die Fans zu animieren und auch zwischen den Spielzügen für Stimmung zu sorgen. Cheerleading und Football gehen immer Hand in Hand.

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Was wünschst du dir für die Zukunft der Black Wings Cheerleader und des Cheerleadings im europäischen Football?

Ich hoffe, dass wir als Black Wings immer größer werden und hoffentlich bald alle Sidelines im Stadion füllen können. Wir möchten ein Spiel zu einem ganz besonderen Erlebnis für die Fans machen.

Dieses Jahr setzen wir den ersten Stein, alle Cheer-Teams der Liga zu vereinen, indem wir bei Frankfurt Galaxy zu Gast sind und die Cheerleader natürlich auch bei uns willkommen heißen dürfen.

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Welche Botschaft möchtest du an alle Fans richten – besonders an die Ravens Crowd?

Die Fans der Munich Ravens sind einfach der Wahnsinn – das kann man nicht mehr übertreffen. Deswegen möchte ich euch nur sagen:

Bleibt genauso laut, wie ihr seid. Macht so viel Stimmung, dass wir die Musik nicht mehr hören. Zusammen werden wir diese Season mit ganz besonderen Erinnerungen füllen.

Vielen Dank für das Interview.

Ein riesiges Dankeschön an Laura, dass sie sich die Zeit genommen hat, unsere 12 Fragen so offen und ausführlich zu beantworten. Wir freuen uns auf die neue Saison, starke Gamedays und viele besondere Momente mit den Black Wings an der Sideline.