Vom Flag Football als Kind über Berliner Football-Stationen bis zur großen europäischen Bühne: Tyler Foster hat früh gespürt, dass er im Football weit kommen möchte. Bei Frankfurt Galaxy will der junge Wide Receiver nun den nächsten Schritt machen – mit Technik, Route Running, Teamgeist und viel Ehrgeiz.

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Tyler, du bist noch sehr jung, hast aber schon einiges im Football erlebt. Wie bist du ursprünglich zum American Football gekommen?

Zum American Football bin ich durch meinen Vater gekommen. Er ist Coach und hat früher selbst gespielt. Ich bin in den Sport quasi hineingewachsen und habe dann mit fünf Jahren angefangen, Flag Football zu spielen.

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Deine ersten Stationen liegen im Berliner Football, unter anderem bei den Spandau Bulldogs und Berlin Adler. Wie wichtig war diese Zeit für deine Entwicklung als Spieler und Mensch?

Ich würde sagen, das war eine sehr wichtige Zeit für mich. Vor allem der Sprung vom Flag Football zum Tackle Football war natürlich noch einmal ein großer Schritt. Ich habe bei beiden Teams viel gelernt und viele Freunde fürs Leben gefunden, wofür ich sehr dankbar bin.

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Du wurdest früh als großes deutsches Wide-Receiver-Talent wahrgenommen. Wann hast du selbst gemerkt: Ich kann in diesem Sport wirklich etwas erreichen?

Ich habe schon mit fünf oder sechs Jahren Football-Highlights geschaut und wusste früh, dass ich in diesen Sport alles investieren möchte. Mein Ziel war es deshalb schon immer, so weit wie möglich in diesem Sport zu kommen. Ich habe mir selbst immer sehr hohe Ziele gesetzt, weil ich der Meinung bin, dass solche Ziele einen anspornen, weiterzumachen und das Beste aus sich herauszuholen.

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2025 wurdest du als Rookie of the Year ausgezeichnet. Was bedeutet dir diese Auszeichnung persönlich – und was hat sie vielleicht auch in deinem Kopf verändert?

Diese Auszeichnung weiß ich sehr zu schätzen und sie zeigt mir, dass sich die Arbeit auszahlt. Bereits vor Saisonbeginn habe ich mir diesen Award als Ziel gesetzt. Als ich dann erfahren habe, dass ich dieses Ziel erreicht habe, war ich natürlich sehr stolz. Gleichzeitig hat mich das auch wieder motiviert, weiterzuarbeiten und mich weiter zu verbessern.

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Du hast bei Berlin Thunder den Sprung auf die große europäische Bühne geschafft. Was war für dich der größte Unterschied zwischen Jugend-/Development-Football und dem Spiel auf diesem Level?

Der größte Unterschied war am Ende des Tages der Speed und der körperliche Unterschied. Man ist wieder der Jüngste und spielt jetzt gegen Männer. Das ganze Drumherum bekomme ich vor allem im Spiel meistens gar nicht so mit. Das Playbook ist zwar etwas umfangreicher, aber am Ende des Tages ist es trotzdem einfach Football.

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Jetzt bist du bei Frankfurt Galaxy. Was reizt dich an dieser neuen Aufgabe und an einem Standort mit so viel Football-Tradition?

Ich bin sehr froh, hier in Frankfurt zu sein. Die Organisation ist großartig und ich habe jetzt schon viele coole neue Leute kennengelernt. Der Gameday ist ein riesiges Event und ich bin stolz und dankbar, ein Teil davon zu sein. Ich werde mein Bestes geben, dem Team so gut wie möglich dabei zu helfen, Spiele zu gewinnen.

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Als Wide Receiver lebt man von Speed, Technik, Timing und Vertrauen zum Quarterback. Was ist für dich aktuell der wichtigste Bereich, in dem du dich weiterentwickeln willst?

Als Erstes war es mir wichtig, meinen Quarterback kennenzulernen und die Chemie zwischen uns herzustellen. Mit Ethan haben wir aber wirklich einen sehr, sehr guten Quarterback bekommen und ich denke, dass wir mit ihm viele Spiele gewinnen können und werden. Persönlich will ich an meiner Technik und an meinem Route Running arbeiten, weil ich denke, dass man vor allem in diesem Bereich nie gut genug sein kann.

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Du bringst auch einen starken Leichtathletik-Hintergrund mit, unter anderem im Dreisprung. Wie sehr hilft dir diese Athletik heute auf dem Footballfeld?

Die Leichtathletik hilft mir extrem beim Football. Nicht nur die Sprungkraft oder der Speed helfen mir extrem weiter, sondern auch das sehr gute Körpergefühl, das ich durch die Leichtathletik entwickeln konnte. Das hilft mir dabei, neue Dinge schnell umzusetzen. Auch für diesen Abschnitt in meinem Leben bin ich sehr dankbar.

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Viele junge deutsche Spieler träumen davon, im europäischen Football sichtbar zu werden. Was würdest du Spielern sagen, die gerade in der Jugend oder bei kleineren Teams anfangen?

Ich würde ihnen sagen, dass alles möglich ist und dass das Wichtigste ist, dranzubleiben und niemals aufzugeben. Es werden Höhen und Tiefen kommen, aber gerade in den Tiefphasen ist es wichtig, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Abstriche zu machen gehört dazu. Ich verpasse so gut wie nie ein Training und ich denke, dass genau das über Jahre hinweg den Unterschied macht: immer da zu sein und die Prioritäten richtig zu setzen.

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Der Football in Europa verändert sich aktuell stark – mit EFA, AFLE, GFL, neuen Strukturen und viel Bewegung. Wie nimmst du diese Entwicklung als junger Spieler wahr?

Um ehrlich zu sein, versuche ich, mich da so gut wie möglich rauszuhalten. Ja, ich bekomme alles mit, aber das ist nichts, was ich kontrollieren kann. Deshalb verfolge ich das einfach und schaue, was passiert. Ich konzentriere mich darauf, ready zu sein, wenn ich ready sein muss.

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Was macht für dich eine starke Football-Community aus – egal ob in Berlin, Frankfurt oder irgendwo anders in Deutschland?

Für mich ist wichtig, dass man sich auf sein Gegenüber verlassen kann und dass man immer füreinander da ist. Es sollte wie eine kleine Familie sein, mit viel positiver Energie. Außerdem sollten alle dasselbe Ziel verfolgen.

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Zum Abschluss: Wenn Fans in ein paar Jahren über Tyler Foster sprechen – was sollen sie über dich als Spieler und als Mensch sagen?

Das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, ich würde mich sehr freuen, wenn die Leute in ein paar Jahren sagen würden, dass ich ein sehr ehrgeiziger Spieler bin, der auf dem Spielfeld immer alles gibt – egal gegen wen wir spielen oder wie der Punktestand ist. Dass ich jemand bin, der immer Spaß am Spielen hat, viel tanzt und ein guter Teamplayer ist.

Vielen Dank für das Interview.

Ein großes Dankeschön an Tyler Foster für seine offenen und persönlichen Antworten. Sein Weg zeigt, wie wichtig frühe Leidenschaft, konsequentes Training, Geduld und ein starkes Umfeld im Football sind. Genau solche jungen Spieler stehen für die Zukunft des europäischen American Football.